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Wechseljahre und Bluthochdruck: wie man es natürlich behandelt

Die Wechseljahre sind eine natürliche Phase im Leben einer Frau, in der die Hormonproduktion abnimmt und sich der Körper verändert. Diese Veränderungen können jedoch auch zu gesundheitlichen Problemen führen, darunter Bluthochdruck. Dieser, auch Hypertonie genannt, ist eine Erkrankung, bei der der Blutdruck erhöht ist und das Herz-Kreislauf-System belastet wird. In Verbindung mit den Wechseljahren kann Bluthochdruck besonders gefährlich sein.

Um sich vor diesen Risiken zu schützen, ist es wichtig, natürliche Behandlungsmethoden zu kennen. Wir werden in diesem Artikel genauer darauf eingehen und auch Ursache und Wirkung erklären.

Exkurs: Was sind die Wechseljahre?

Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, sind die Phase im Leben einer Frau, in der die Hormonproduktion abnimmt und die Menstruation aufhört. Sie beginnen im Durchschnitt zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr und meist nehmen die Beschweren im Laufe der Zeit zu, bis sie mit der letzten Menopause ihren Höhepunkt erreichen. Diese Phase ist geprägt von psychischen Beschwerden und einem Gefühl von von innerer Unruhe und zahlreichen weiteren typischen Beschwerden bei betroffenen Frauen, die zu jeder Zeit Millionen Menschen in Deutschland betreffen.

Symptome können Hitzewallungen, Schwitzen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme und trockene Haut sein.

Exkurs: Was ist Bluthochdruck?

Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, ist eine Erkrankung, bei der der Blutdruck regelmäßig und nachhaltig erhöht ist. Der systolische Blutdruck, der obere Wert, sollte normalerweise nicht höher als 140 mmHg sein, der diastolische Blutdruck, der untere Wert, sollte normalerweise nicht höher als 90 mmHg sein. Erhöhte Werte können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, darunter Herzinfarkt und Schlaganfall.

Wie die Wechseljahre den Blutdruck beeinflussen können

Die Wechseljahre beeinflussen den Hormonhaushalt des Körpers, was zu Veränderungen im Herz-Kreislauf-System führen kann. Die Abnahme der Produktion des Hormon Östrogen kann die Durchblutung beeinträchtigen und die Gefäßwände verdicken, was einen hohen Blutdruck verursachen kann.

Bluthochdruck und die Wechseljahre sind beide Erkrankungen bzw. körperliche Veränderungen, die mit bestimmten Symptomen einhergehen und an denen viele Patienten leiden.

Die typischen Symptome von Bluthochdruck sind:

  • Kopfschmerz
  • Schwindel
  • Ohrensausen
  • Herzklopfen, Herzrasen
  • Müdigkeit
  • Schwäche, Übelkeit
  • Kurzatmigkeit


Die typischen Symptome der Wechseljahre sind:

  • Hitzewallungen
  • Schwitzen, nächtlicher Schweißausbruch
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen, Angst, depressive Verstimmungen, bis hin zur Panikattacke
  • Gewichtszunahme
  • Trockene Haut
  • Haarausfall
  • Vaginaltrockenheit


Einige Symptome treten sozusagen doppelt auf und verstärken sich, wenn Bluthochdruck und die Abnahme der weiblichen Hormone gleichzeitig vorliegen. Zu diesen Symptomen gehören insbesondere ständige Hitzewallungen, Herzrasen, starke Schlafstörungen und Probleme mit dem Gewicht.

Hypertonie Symptome Grafik appoco
Wichtig: Da mögliche Ursachen oft in einer Kombination aus einem Mangel des Hormon Östrogen und gleichzeitig einem ungünstigen Lebensstil liegt, gibt es zahlreiche Wege selber die Behandlung zu unterstützen und den weiblichen Körper so zu stärken, dass ein normaler Blutdruck wieder erreicht werden kann. Gegebenenfalls kann auf diese Weise auch die Gabe von blutdrucksenkenden Medikamenten verringert oder vermieden werden. Wir haben Ihnen hier einige Ansätze zusammengestellt, die die Ursache des hohen Blutdruck direkt angehen und auch positiv auf den Hormon – Haushalt einwirken können.

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Natürliche Blutdruck Therapie in den Wechseljahren

Glücklicherweise gibt es viele natürliche Behandlungsmethoden, die ihnen helfen können. Hier sind einige Tipps:

  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, den Blutdruck zu senken. Vermeiden Sie Lebensmittel, die reich an Natrium sind, und achten Sie darauf, genug Kalium, Kalzium und Magnesium zu sich zu nehmen. Lebensmittel, die diese Nährstoffe enthalten, sind zum Beispiel Bananen, Avocados, Spinat und Nüsse. Die sogenannte DASH-Diät wird oft erfolgreich eingesetzt und zeigt regelmäßig einen positiven Effekt. 
  • Bewegung: Regelmäßige Bewegung kann dazu beitragen, ihre Werte zu senken. Sportarten wie Walking, Schwimmen, Radfahren und Yoga eignen sich speziell gegen Angst und innere Unruhe.
  • Entspannungstechniken: Yoga, Meditation und Progressive Muskelentspannung können helfen, Stress abzubauen und den Blutdruck zu senken.
  • Pflanzliche Mittel: Pflanzliche Mittel wie Johanniskraut, Soja, Rote Beete Saft und Rotklee können helfen die Symptome zu lindern. 

Bewegung: Welche Sportarten sind geeignet?

Regelmäßige Bewegung ist eine wichtige Maßnahme, um den Blutdruck zu senken und Herz- und Kreislauf zu stärken. Sportarten wie Walking, Schwimmen, Radfahren und Yoga eignen sich besonders gut für Frauen in den Wechseljahren und zunehmenden Alter, da sie nicht zu anstrengend sind und gleichzeitig die Muskeln und das Herz-Kreislauf-System stärken. Auch Pilates und leichtes Krafttraining können sinnvoll sein. Eine ausreichende Bewegung ist sogar unabdingbar für einen gesunden Lebensstil und zeigt bereits mit kleinen Maßnahmen, wie einem täglichen Spaziergang eine große Wirkung.  

Bauen Sie die richtigen Lebensmittel in Ihre tägliche Ernährung ein

In unserem Artikel zum Thema „Hausmittel, um Blutdruck auf natürliche Weise zu senken“ spielt die Ernährung eine große Rolle. Insbesondere die DASH-Diät wird oft von Ernährungsberatern empfohlen.

Hier finden Sie schon mal eine Liste von blutdrucksenkenden Lebensmitteln, die sie unbedingt in ihre Ernährung einbauen:

  • Avocados: Sie sind reich an Kalium.
  • Nüsse: Mandeln, Walnüsse und Cashewnüsse enthalten Magnesium, das ein natürliches blutdrucksenkendes Mittel ist.
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen und Erbsen enthalten viel Kalium und Magnesium.
  • Fisch: Fisch wie Lachs, Thunfisch und Sardinen enthalten Omega-3-Fettsäuren, die die Durchblutung verbessern.
  • Vollkornprodukte: Vollkornbrot, Haferflocken und Vollkornnudeln enthalten Ballaststoffe und Magnesium.
  • Obst und Gemüse: Bananen, Papayas, Mangos, Grünkohl, Paprika und Tomaten enthalten viel Kalium.
  • Tee: Tee, besonders grüner Tee, enthält Antioxidantien, die helfen können, den Blutdruck zu senken.
  • Knoblauch: Knoblauch hat blutdrucksenkende Eigenschaften und ist generell sehr gut für das Herz-Kreislauf-System
  • Beeren: Beeren, besonders Heidelbeeren und Brombeeren, sind reich an Antioxidantien und helfen dabei, den Blutdruck zu senken.
  • Wasser: Es ist wichtig viel zu trinken und da süße Getränke in der Regel mit Gewichtszunahme einhergehen, ist Wasser die beste Wahl


Es ist wichtig zu beachten, dass eine Ernährungsumstellung in Kombination mit regelmäßiger Bewegung und anderen gesunden Lebensgewohnheiten am effektivsten ist, um den Blutdruck zu senken und das Risiko von Herz-Kreislauf-Störungen zu reduzieren. Es ist immer ratsam, vor Veränderungen der Ernährung einen Experten zu kontaktieren. Unser Angebot: Unsere appoco Experten sind Naturheilkundler, Apotheker und Ernährungsberater in einem. Lassen Sie sich beraten und haben Sie einen Gesundheitscoach immer an Ihrer Seite. 

So helfen Entspannungstechniken: Yoga, Meditation und Progressive Muskelentspannung 

Stress kann ein Risikofaktor für Bluthochdruck sein, da er den Herzschlag erhöht und das Herz-Kreislauf-System belastet. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation und Progressive Muskelentspannung können helfen, Stress abzubauen und den Blutdruck auf diese Weise zu senken. Sie unterstützen die Herz-Kreislauf-Gesundheit und helfen dabei, den Körper zu beruhigen und zu entspannen. Innere Unruhe, ein häufiges Symptom, wird reduziert, Herzrasen und Angst lässt nach und psychische Probleme werden abgeschwächt. 

Unsere appoco Experten zum Thema Hypertonie und Frauengesundheit

Milan Wenzler

Ernährungsberater Milan Wenzler gelernter Koch Von der Apothekenkammer approbierter Ernährungs- und Diätberater Seit 17 Jahren als selbstständiger Ernährungsberater aktiv Meine Beratungsschwerpunkte sind

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Rita Truthmann

Apothekerin Rita Truthmann approbierte Apothekerin Spezialistin für Darmgesundheit Ausgebildete Gesundheitscoachin Meine Beratungsschwerpunkte sind Ganzheiliche Gesundheitsberatung Medikation Darmgesundheit Warum ich bei appoco Experte

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Helga Grafe

Apothekerin Helga Grafe Dozententätigkeit in Anatomie, Physiologie, allgemeine Krankheitslehre und Medikamenten- und Arzneikunde approbierte Apothekerin Ausbildung zum Gesundheitsberater Zusatzbezeichnung „Ernährungsberaterin“ der Landesapothekerkammern

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Welche pflanzlichen Wirkstoffe helfen können

Pflanzliche Medikation wie Johanniskraut, Soja und Rotklee können Sie dabei unterstützen Ihre  Wechseljahresbeschwerden zu lindern und wieder einen normalen Blutdruck zu erreichen. Johanniskraut wird homöopathisch bei typischen Beschwerden und leichten Depressionen eingesetzt und wird bereits seit langem erfolgreich gegen Stimmungsschwankungen und ständige Angst verwendet. Soja enthält Phytoöstrogene, die ähnlich wie die körpereigenen Östrogene wirken und helfen können, die Symptome zu lindern. Auch Rotklee enthält Phytoöstrogene und ist bekannt für seine positive Wirkung auf die Knochen und die Hormonbalance. Zahlreiche Präparate sind in Apotheken erhältlich. Auch in Drogeriemärkten gibt es entsprechende Produkte – hier ist allerdings die richtige Dosierung und Auswahl nicht zwangsläufig gegeben. Viele pflanzliche Medikamente sind zudem nicht ohne weiteres „bioverfügbar“, d.h. bei der falschen, oft billigeren, Form des Medikaments werden die Wirkstoffe von der Magensäure zersetzt und erreichen nie die Blutbahn. Andere Wirkstoffe funktionieren nur in der richtigen Kombination wirklich gut. Hier macht es sehr viel Sinn sich von einem Experten beraten zu lassen. 

Andere pflanzliche Mittel unterstützen eher den Blutdruck. So zeigte eine Studie, dass das Trinken von Rote Bete-Saft den systolischen Blutdruck um 5 mmHg senkt. Der Rote Bete Saft enthält Nitrate, die die Gefäße erweitert und dadurch den hohen Blutdruck reduzieren konnten.  

Wichtig: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise zum Zusammenhang zwischen Hausmitteln, Ernährung, Herz-Kreislauf-System und Bluthochdruck Er darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden und kann die Beratung durch einen Experten nicht ersetzen. Bitte suchen Sie bei starken Beschwerden einen Arzt auf.

Quellen und weitere Informationen:

https://www.gesundheitsinformation.de/wechseljahrsbeschwerden.html

https://www.sgn-berlin.de/wechseljahresbeschwerden-hormondiagnostik-und-behandlungsmoeglichkeiten/ablauf-der-wechseljahre/


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