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Bluthochdruck natürlich senken – Hausmittel statt Medikament

Die Volkskrankheit Nummer 1: Bluthochdruck. Der Blutdruck ist die Kraft, mit der das Blut gegen die Wände der Arterien drückt. Fast jeder zweite ältere Deutsche leidet unter Hypertonie, so der Fachausdruck für hohen Blutdruck. Ein Blutdruckwert von 140/90 mmHg oder höher gilt als hoch. Etwa zwei Drittel der über 65-Jährigen haben einen entsprechend hohen Blutdruck. Liegt Ihr Blutdruck zwischen 120/80 mmHg und 139/89 mmHg, dann haben Sie Prähypertension. Das bedeutet, dass Sie heute noch keinen Bluthochdruck haben, aber es ist wahrscheinlich, dass Sie ihn in Zukunft entwickeln werden, wenn Sie nicht Ihren Lebensstil entscheidend ändern. 

Und ist der Blutdruck einmal dauerhaft erhöht, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen enorm. Und diese brauchen dringend Behandlung, sie sind schließlich die häufigste Todesursache in Deutschland. Viele Betroffene suchen nach Hausmitteln und Alternativen zum Medikament, um auf sanfte Art und Weise den Bluthochdruck zu senken, oder eine Behandlung mittels Betablockern hinauszuzögern.

Die gute Nachricht: Gesunde Ernährung. spezielle blutdrucksenkende Lebensmittel, weniger Stress und ausreichend Bewegung helfen auf natürliche Weise den Bluthochdruck in den Griff zu bekommen. 

Aber wie heißt es so schön: „Machen ist wie Wollen, nur krasser!“. Einen gesunden Lebensstil, der den Körper stärkt und den Blutdruck auf natürliche Weise reguliert ist nicht einfach durchzuhalten. Daher finden Sie hier nicht nur die wichtigsten Lebensmittel für niedrigen Blutdruck, sondern auch viele Tipps zum durchhalten. 

Die wichtigsten Lebensmittel gegen erhöhten Blutdruck

Bevor wir über pflanzliche Blutdrucksenker reden muss eines gesagt werden. Übergewicht ist ein großes Problem und einer der häufigsten Gründe für Bluthochdruck. Klar, liegt die Ursache doch fast immer in der Ernährung. Das Ziel ist ein gesunder Body-Mass-Index zwischen 18,5 und 24,9. Den Body-Mass-Index errechnen Sie sehr einfach: 

BMI-Formel = Körpergewicht (in kg ) geteilt durch Körpergröße (in m ) zum Quadrat.

Spricht wiegen sie 85 kg bei einer Körpergröße von 1,83m, so ist ihr BMI = 85/1,83² = 25,3

Viele Patienten mit Bluthochdruck sind von einem solchen BMI weit entfernt. Ein erstes Zwischenziel für diese Patienten wäre es einen Body-Mass-Index zwischen 25 und 27 zu erreichen. 

Wichtig ist zu wissen, dass ein gesunder BMI alleine zwar bereits ein wichtiger Indikator für ein gesundes Herz-Kreislauf-System sind, aber andere Faktoren, wie körperliche Aktivität und Alkohol-Konsum ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Aber nun zu den blutdrucksenkenden Lebensmitteln und Hausmitteln und den besten Tipps, wie Sie Ihren Blutdruck in den Griff bekommen.

Rote Beete (Rote Rübe)

Rote Beete ist sehr gesund, übrigens auch unabhängig vom Blutdruck. Denn sie haben einen hohen Nährwert, mit viel Wasser, Vitaminen und Mineralstoffen, jedoch nur sehr wenig Kalorien. Die Rote Beete ist sehr reich an Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium und Eisen sowie den Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin C und Folsäure. Ob als Rote-Bete-Saft, als Beilage, oder im Eintopf. Rote Beete gehört zu den bekanntesten natürlichen Hausmittel bei erhöhtem Blutdruck und ebenso auch beim Thema hohes Cholesterin. 

Wirkung bei Bluthochdruck: Studien zeigten, dass täglich 20 g Rote Beete, sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck senken können. Doch nicht nur das, denn Rote Beete zeigte auch, dass die enthaltenen Nitrate den Herzmuskel stärken und kann sogar Krebs und Demenz verhindern. Egal ob im Eintopf, Salat oder als Rote-Beete-Saft. Dieses heimische Gemüse sollte unbedingt Teil Ihrer Ernährung werden, wenn Sie den Bluthochdruck mit natürlichen Mitteln in den Griff bekommen wollen. 

Finger Weg vom Kochsalz

Wissenschaftliche Studien zeigten, dass Kochsalz und Blutdruck zusammenhängen. Für eine dieser Studien wurden Bluthochdruck – Patienten mit unbehandelter leichten bis mittleren Hypertonie (Grad 1 oder 2) für einige Wochen auf eine salzarme Diät gesetzt. Es wurde absichtlich unbehandelte Patienten ausgewählt, so dass ACE-Hemmer oder andere Medikamente gegen Bluthochdruck nicht die Ergebnisse verfälschen würden. Auch andere Erkrankungen wurden bei der Studie möglichst ausgeschlossen. Nach einigen Wochen zeigte sich: 

  • Der systolische Blutdruck war nach etwa fünf Wochen gut 5 mmHg niedriger als in der Vergleichsgruppe
  • Der diastolische Blutdruck konnte dank der niedrigeren Salzaufnahme nach fünf Wochen um etwa 3 mmHg gesenkt werden.

Als Faustformel für das Hausmittel „Kochsalz verringern“ sollten Sie versuchen ungefähr die Hälfte an Salz zu sich nehmen. In Europa werden im Mittel etwas 10 Gramm Kochsalz pro Tag zu sich genommen. Die umfasst aber nicht nur das Salz, dass Sie auf Ihr Essen streuen, sondern auch das, welches in der Nahrung selbst vorhanden ist. Gerade Fertiggerichte und Brot enthalten von Haus aus sehr viel Salz. Bei Bluthochdruck sollten Sie insbesondere auf Fertiggerichte und salzige Snacks auf jeden Fall verzichten. Bevor Beta-Blocker zum Einsatz kommen, um den Blutdruck zu senken, können Sie mit diesem einfachen Hausmittel ihren Blutdruck ganz natürlich senken: Kochsalz verringern!

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Mit der Dash-Diät den Blutdruck senken

Nebenwirkungsfrei und ohne Tablette: Ihr Lebensstil ist entscheidend für Ihren Bluthochdruck. Nicht zuletzt da Übergewicht ein wesentlicher Grund für Bluthochdruck sind, sind Diäten ein wichtiger Tipp zur Blutdrucksenkung. Besonders die DASH-Diät gilt heute als die wichtigste Ernährungsumstellung, um den Blutdruck auch nachhaltig zu reduzieren. DASH steht dabei für “Dietary Approaches to Stop Hypertension.”, sprich auf deutsch „Diätetische Ansätze zur Beendigung des Bluthochdrucks“

Übergewicht oder Fettleibigkeit erhöhen enorm das Risiko einen hohen Blutdruck zu entwickeln, denn ihr Blutdruck steigt mit zunehmendem Körpergewicht. Schon eine Gewichtsabnahme von 5kg kann kann Ihren Blutdruck maßgeblich senken. Dabei gilt, dass eine Gewichtsabnahme die größte Wirkung bei diejenigen hat, die bereits übergewichtig sind und bereits Bluthochdruck haben.

Übergewicht und Fettleibigkeit sind auch Risikofaktoren für Herzkrankheiten. Und Übergewicht oder Fettleibigkeit erhöht das Risiko, einen hohen Cholesterinspiegel und Diabetes zu entwickeln – zwei weitere schwerwiegende Risikofaktoren für Herzkrankheiten, die zusammen mit dem Bluthochdruck besonders fatal wirken. 

Ziel der Therapie mittels Diät ist es den Körper so zu ernähren, dass blutdrucksenkende Lebensmittel vermehrt konsumiert werden, das Übergewicht geringer wird, weniger Salz gegessen wird und dass die Blutfettwerte auf natürlichem Weg verbessert werden. Am Ende dieser langfristigen Umstellung der Ernährung soll dadurch das Herz-Kreislauf-Risiko geringer werden und damit Schlaganfall, Herzinfarkt & Co vermieden werden. 

Wissenschaftliche Studien zeigten, dass eine Ernährungsumstellung gemäß der DASH-Diät bei Bluthochdruck-Patienten sehr wirkungsvoll war. Der systolische Blutdruck sank dabei um 11 mmHg und der diastolische Blutdruck um 6 mmHg. 

Zum einen beachtet die DASH-Diät auch dass möglichst wenig Salz zur Blutdrucksenkung gegessen wird. So wird empfohlen Salz durch Kräuter zu ersetzen und graduell zu reduzieren. Salzhaltige Fertigprodukte und Co. sind auch bei DASH nicht erlaubt. 

Zentraler Bestandteile der DASH ist es den Blutdruck dadurch zu senken, indem Patienten Lebensmittel essen, die wenig gesättigte Fette, Gesamtfett und Cholesterin enthalten und einen hohen Anteil an Obst, Gemüse und fettarmen Milchprodukten. Der DASH-Ernährungsplan umfasst vor allem Vollkornprodukte, Geflügel, Fisch und Nüsse und enthält wenig Fett, wenig rotes Fleisch (Rindfleisch), Süßigkeiten und gezuckerten Getränke. Er enthält außerdem viel Kalium, Kalzium und Magnesium sowie Eiweiß und Ballaststoffe.

Tipps, wie Sie ab morgen besser essen und ihren Bluthochdruck senken können: 

  1. Stellen Sie schrittweise Ihre Ernährung auf den auf den DASH-Ernährungsplan um. Fügen Sie zuerst einmal zum Mittag- und Abendessen eine Portion Gemüse oder Obst hinzu.
  2. Verwenden Sie nur die Hälfte der Butter oder Margarine, die Sie jetzt verwenden. Optimalerweise nur noch Margarine mit Omega-3 Fettsäuren
  3. Verwenden Sie nur noch die Hälfte an Salz und greifen stattdessen zu frischen Kräutern, um Speisen mehr Geschmack zu verleihen
  4. Versorgen Sie sich mit zusätzlichen Nährstoffen wie den B-Vitaminen, indem Sie Vollkornprodukte, wie Vollkornbrot oder Vollkornmüsli essen.
  5. Verteilen Sie die Portionen. Nehmen Sie zu jeder Mahlzeit zwei Portionen Obst und/oder Gemüse zu sich, oder fügen Sie beispielsweise Obst als Zwischenmahlzeit am Nachmittag ein. Die Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien sind für Ihren Körper sehr wichtig. 
  6. Betrachten Sie Fleisch als einen kleinen Teil der Mahlzeit, anstatt es in den Mittelpunkt zu stellen. Versuchen Sie es mit Aufläufen, Nudelgerichten und Pfannengerichten, um den Fleischanteil zu reduzieren. Essen Sie optimalerweise zwei oder mehr fleischlose Mahlzeiten pro Woche.
  7. Verwenden Sie Obst oder fettarme Lebensmittel als Desserts und Snacks und vermeiden sie Süßigkeiten so gut es geht.
  8. Essen Sie keine Fertignahrung und Fast-Food. Dieses enthält neben vielen versteckten Salzen auch versteckte Fette


Medikamente, die den Bluthochdruck natürlich senken

 
Bei Medikamenten gegen Bluthochdruck denkt man natürlich direkt an die verschreibungspflichtigen Betablocker, ACE-Hemmer, Diuretika (Wassertabletten) und Co. Aber gibt es auch sanfte pflanzliche Alternativen, mit weniger Nebenwirkungen? 

In Apotheken sind beispielsweise L-Arginin Kapseln erhältlich.  Die Aminosäure L-Arginin kommt in unserem Körper natürlich vor und ist ein Teil des Stoffwechsel. Denn aus dem Wirkstoff L-Arginin wird das gefäßaktivierende Molekül NO (Stickoxid, Stickstoffmonoxid) gebildet. Gefäßaktivierend deswegen, da NO die Weitung der Blutgefäße steuert und damit auf den Bluthochdruck einen Einfluss hat. Wichtig: Blutdruckprobleme müssen durch einen Arzt diagnostiziert und beobachtet werden. Bitte gehen sie mit hohem Blutdruck zu einem Arzt und lassen Sie die Ursache der Hypertonie bestimmen und verlassen Sie sich nicht auf Selbstmedikation. Gerne können Sie auch erstmal mit einem unserer appoco Experten dazu sprechen, falls Sie unsicher sind und den Gang zum Arzt scheuen. Haben Sie bereits eine Diagnose arterielle Hypertonie erhalten, können unsere Experten sie sehr gut dabei unterstützen die wichtigen Veränderungen im Alltag hinzubekommen. 

Unsere appoco Experten zum Thema:

Dr. Annette Diekmann-Müller

Dr. Annette Diekmann-Müller

Apothekerin Dr. Annette Diekmann-Müller Umfassende Weiterbildung im Bereich Nährstoffe approbierte Apothekerin Promovierte in Pharmazie zahlreiche Publikationen als Fachautorin zu pharmazeutischen Themen, insbesondere

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Dominik Straub

Apotheker Dominik Straub Ausgebildeter Fachberater für geriatrische Pharmazie und Spezialist für das Thema Alzheimer Prävention und geistige Fitness Umfassende Weiterbildung im Bereich

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Bettina Drotleff

Bettina Drotleff

Apothekerin Bettina Drotleff Umfassende Weiterbildung im Bereich Ernährungsberatung Ausgebildete Fachberaterin für Darmgesundheit und mikrobiologische Therapie Ausgebildete klassische Homöopathin Ausgebildete Fachberaterin für Immungesundheit

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Wichtig: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise zum Zusammenhang zwischen Hausmitteln, Ernährung, Herz-Kreislauf-System und Bluthochdruck Er darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden und kann die Beratung durch einen Experten nicht ersetzen. Bitte suchen Sie bei starken Beschwerden einen Arzt auf.

Quellen und weitere Informationen

https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/rote-rueben.html

https://www.lebepur.com/magazin/12-gesundheitliche-vorteile-der-rote-beete/

https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/hypertonie/hilft-es-bei-leichtem-bluthochdruck-weniger-salz-zu-essen

https://www.hochdruckliga.de/nachricht/mit-der-dash-diaet-den-bluthochdruck-senken

https://www.nhlbi.nih.gov/files/docs/public/heart/hbp_low.pdf

ACE-Hemmer

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