Brot

Welches Brot bei zu hohem Cholesterin?

Eine Ernährung mit niedrigem „schlechten“ Cholesterin kann dazu beitragen, das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen zu reduzieren. Dabei geht es vor allem darum, dass der Teig wenige gesättigte Fettsäuren enthält, die das ungesunde LDL – Cholesterin erhöhen. 

Darüber hinaus kann eine ausgewogene cholesterinarme Ernährung, die reich an Ballaststoffen und arm an gesättigten Fetten ist, dazu beitragen, den Cholesterinspiegel langfristig zu senken und den Körper gesund zu halten. Das Risiko der gefürchteten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird so wieder gesenkt.

Aber welche Brotsorten sollten bei einem erhöhten Cholesterin vermieden werden und welche sind geeignet?

Welche Brote soll ich vermeiden? 

Zunächst sollten bei hohem Cholesterin Brote vermieden werden, die mit gehärteten Ölen oder Butter hergestellt werden. Diese beinhalten viel gesättigtes Fett und können dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu erhöhen. Weißbrot und andere Weißmehlprodukte sollten ebenfalls vermieden werden, da sie wenig Ballaststoffe enthalten und den Blutzuckerspiegel schnell hoch steigen lassen können.

Woran erkenne ich, dass das Brot mit gehärteten Ölen oder Butter hergestellt wird?

Kauft man das Brot im Supermarkt oder bei einer Bäckerei ist es nicht immer einfach zu erkennen, wie es gebacken wurde und wie hochwertig die Inhaltsstoffe sind. Auch die Faustformel „je teurer desto besser“ funktioniert leider nicht zuverlässig. 

Man kann man in der Regel folgendes feststellen:

  1. Konsistenz: Das Brot kann fester und schwerer sein als eines, das mit wenig Öl oder ohne Fett gebacken wurde.
  2. Geschmack: Das Brot kann einen reichhaltigeren und buttrigen Geschmack haben als eines, das ohne Butter oder gehärtete Fette gebacken wurde. Insbesondere „süße Brote“ wie Brioche, Hefezopf schmecken buttrig. Klar sind sie besonders lecker, aber auch besonders ungesund, da sie darüber hinaus auch noch viel Zucker enthalten.
  3. Farbe: Es kann auch eine tiefere Farbe haben, da gehärtete Fette und Butter den Teig schneller bräunen können. Daher sollte gerade Toastbrot vermieden werden, da der Teig viel Butter enthält. 

Wenn Sie sicherstellen möchten, ob das Brot mit gehärteten Fetten oder Butter gebacken wurde, lesen Sie die Zutatenliste auf der Verpackung des Brotes oder fragen Sie den Bäcker. 

Welches Brot ist sicher geeignet?

Für Menschen mit hohem Cholesterinspiegel sind..

  1. Vollkornbrot,
  2. Roggenbrot und
  3. andere Brote aus Vollkornmehl 
…am besten geeignet. Diese Brotsorten haben viel Ballaststoffe und können so dazu beitragen, den Cholesterinspiegel im Blut langfristig zu senken. Brot mit Nüssen und Samen, wie z.B. Sesam, Chiasamen oder Leinsamen, sind ebenfalls empfehlenswert. Diese beinhalten ebenfalls die wichtigen Ballaststoffe und auch Omega-3-Fettsäuren, die positive Auswirkungen auf das „gesunde“ HDL-Cholesterin haben. 

Um den Verzehr von Brot und anderen Lebensmitteln mit hohem Cholesterin zu reduzieren, sollte man auf eine ausgewogene Ernährung achten. Eine Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und fettarmen Proteinen ist, kann dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu senken und den Körper gesund zu halten. Mehr Rohkost-Beilagen, wie beispielsweise Gurken, Möhren oder Tomaten können helfen, dass während einer Mahlzeit weniger Brot gegessen wird. 

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Alternativen zu herkömmlichen Brotsorten

Als Alternative zu herkömmlichen Brotsorten können auch Produkte auf Basis von Hülsenfrüchten wie Kichererbsen oder Linsen verwendet werden. Diese Produkte enthalten viel pflanzliches Protein und Ballaststoffe und sind somit eine gesunde Alternative zu Brot.

Auch sogenanntes Low-Carb-Brot werden oft als Alternative empfohlen und sollen helfen hohe Cholesterinwerte zu verringern. Low-Carb-Brot ist eine Brotvariante, die im Vergleich zu herkömmlichem Brot einen reduzierten Kohlenhydratgehalt aufweist. Der genaue Gehalt an Kohlenhydraten kann je nach Rezept und Zutaten variieren, aber typischerweise enthält Low-Carb-Brot etwa ein Drittel bis die Hälfte weniger Kohlenhydrate als normales Brot.

Diese reduzierte Kohlenhydratmenge wird oft durch den Ersatz von Weizenmehl durch Mandelmehl, Kokosmehl oder andere Low-Carb-Mehle erreicht. Diese Mehle haben im Vergleich zu Weizenmehl einen niedrigeren Kohlenhydratgehalt und sind oft auch reich an Ballaststoffen und Proteinen. Damit auch oft sinnvoll bei erhöhtem Cholesterin.

Einige Low-Carb-Brotrezepte können auch Eier oder Käse als Bindemittel oder zum Aromatisieren beinhalten. Andere Zutaten, die häufig in Low-Carb-Brotrezepten verwendet werden, sind Leinsamen, Chiasamen und Sonnenblumenkerne. Es wird oft von Menschen gegessen, die eine kohlenhydratarme Diät einhalten oder die ihre Kohlenhydrataufnahme reduzieren möchten, um Gewicht zu verlieren oder ihre Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Low-Carb-Brote automatisch gesünder sind als normale Brotsorten. Einige dieser Brote können immer noch reich an Kalorien und gesättigten Fetten sein, insbesondere wenn sie viele Nüsse oder Käse enthalten.

Nicht zu empfehlen ist glutenfreies Brot bei Problemen mit Cholesterin. Gerade glutenfreies Brot aus industrieller Herstellung liefert wenige Ballast- und Vitalstoffe als vergleichbare Vollkornbrote und enthält oft mehr Zucker und Fett. 

Kann eine Änderung beim Brotverzehr wirklich etwas am Cholesterin ändern?

Es ist möglich, durch den Verzehr von gesundem Brot den Cholesterinwert zu senken, wenn man auf geeignete Brotsorten zurückgreift und eine insgesamt gesunde Ernährung befolgt.

Insgesamt kann eine Ernährung mit niedrigem Cholesterin dazu beitragen, das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen zu reduzieren. Die Wahl von geeigneten Brotsorten, wie Vollkorn- oder Roggenbrot, kann ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung sein. Es ist aber wichtig, auf eine insgesamt ausgewogene Ernährung zu achten, die reich an Ballaststoffen und arm an gesättigten Fetten ist. Es macht keinen Sinn ein besonders gesundes Brot zu wählen und es dick mit Butter zu beschmieren, oder dick mit Wurst zu belegen. 

Durch eine bewusste Auswahl von Lebensmitteln und eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten kann jeder dazu beitragen, seine Gesundheit zu verbessern und das Risiko von Krankheiten zu reduzieren. Es ist jedoch auch wichtig, regelmäßige ärztliche Untersuchungen durchzuführen und bei Bedarf medizinische Beratung einzuholen, um den Cholesterinspiegel im Auge zu behalten und gegebenenfalls zu behandeln.

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Leckere Brot-Rezepte für eine cholesterinarme Ernährung

Gutes Brot backt man am besten selbst. Es gibt viele tolle Rezepte, die gesundes Brot einfach und lecker auf den Tisch zaubern. Mit ein bisschen Übung gelingt es jedem mit diesen Broten eine cholesterinbewusste Ernährung hinzubekommen und der Duft des frisch gebackenen Brotes wird Ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen und Ihnen auch sicher gut schmecken. Dies sind zudem besonders einfache Rezepte, die jedem garantiert gelingen. 

Unsere Rezepte enthalten Hefe: Hefe hat nachweislich einen positiven Effekt auf den HDL-Cholesterinspiegel im Blut. Insbesondere Beta-Glucan, ein Polysaccharid, das in Hefezellen vorkommt, hat cholesterinsenkende Eigenschaften. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Hefe auch reich an purinischen Basen ist, die bei manchen Menschen Gichtanfälle auslösen können. Menschen mit Gicht sollten daher ihren Verzehr von Hefe einschränken oder vermeiden..

Vollkornbrot mit Leinsamen

Zutaten:

  • 400 g Mehl (am besten Vollkornmehl, sonst Dinkelmehl)
  • 50 g Leinsamen
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Trockenhefe
  • 300 ml lauwarmes Wasser

Anleitung:

  1. In einer großen Schüssel das Vollkornmehl, Leinsamen, Salz und Trockenhefe vermischen.

  2. Das lauwarme Wasser nach und nach in geringer Menger hinzufügen und dabei alles gut zu einem Teig kneten.

  3. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde gehen lassen.

  4. Das Brot im vorgeheizten Ofen bei 200°C für 45-50 Minuten backen, bis die Kruste knusprig braun wird.


Haferflockenbrot

Haferflocken: Hafer enthält hohe Konzentrationen an Beta-Glucan, insbesondere in den äußeren Schichten der Körner. Beta-Glucan hat nachweislich einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel im Blut. Es wird angenommen, dass es aufgrund seiner molekularen Struktur und Löslichkeit im Wasser den Cholesterinabbau im Darm fördert und dadurch den Cholesterin senken kann. Daher ist Haferbrot eine gute Wahl, da es gut schmeckt und Cholesterinwerte senken kann. 

Zutaten:

  • 250 g Vollkornmehl
  • 250 g Haferflocken
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Trockenhefe
  • 300 ml lauwarmes Wasser

Anleitung:

  1. In einer großen Schüssel das Vollkornmehl, Haferflocken, Salz und Trockenhefe vermischen.
  2. Das lauwarme Wasser hinzufügen und alles gut zu einem Teig kneten.
  3. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde gehen lassen.
  4. Das Brot im vorgeheizten Ofen bei 200°C für 45-50 Minuten backen, bis eine knusprige Kruste entsteht.

Beide Rezepte beinhalten keine tierischen Produkte wie Butter oder Eier, die reich an Cholesterin sind. Die Zutaten beinhalten einen hohen Anteil an Ballaststoffen und helfen, Cholesterinwerte im Körper zu verringern. Bitte beachten Sie, dass die genauen Nährwertangaben von den verwendeten Zutaten und Portionsgrößen abhängen können.

Weitere gesunde Rezepte finden Sie hier: 
https://www.gutekueche.at/cholesterinarme-brot-rezepte

Unsere appoco Experten zum Thema:

Helga Grafe

Helga Grafe

Apothekerin Helga Grafe Dozententätigkeit in Anatomie, Physiologie, allgemeine Krankheitslehre und Medikamenten- und Arzneikunde approbierte Apothekerin Ausbildung zum Gesundheitsberater Zusatzbezeichnung „Ernährungsberaterin“ der Landesapothekerkammern

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Bettina Drotleff

Bettina Drotleff

Apothekerin Bettina Drotleff Umfassende Weiterbildung im Bereich Ernährungsberatung Ausgebildete Fachberaterin für Darmgesundheit und mikrobiologische Therapie Ausgebildete klassische Homöopathin Ausgebildete Fachberaterin für Immungesundheit

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Dr. Uta Schettler

Dr. Uta Schettler

Apothekerin Dr. Uta Schettler Ausgebildete Heilpraktikerin mit eigener Naturheilpraxis promovierte Pharmazeutin Beraterin für anthroposophische Pharmazie nach Rudolf Steiner Spezialistin für Darmgesundheit und

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Wichtig: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise zum Zusammenhang zwischen Hausmitteln, Ernährung, und Cholesterin. Er darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden und kann die Beratung durch einen Experten nicht ersetzen. Bitte suchen Sie bei starken Beschwerden einen Arzt auf.

Quellen und weitere Informationen

Rosenson, R. S., Brewer, H. B., Chapman, M. J., Fazio, S., Hussain, M. A., Kontush, A., & Krauss, R. M. (2017). HDL measures, particle heterogeneity, proposed nomenclature, and relation to atherosclerotic cardiovascular events. Clinical chemistry, 63(1), 19-25.

https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/herz/therapie/gut-essen-trotzdem-blutfette-senken-cholesterin_id_2067394.html

https://www.medizinfo.de/kardio/lipide/tab/getreideprodukte.htm

 

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