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Bluthochdruck nach einer Corona Infektion

Eine Corona Infektion (COVID-19) und Blutdruck stehen im Zusammenhang, dass wurde bereits kurz nach dem Auftauchen der Corona-Pandemie klar. Daher wurde auch schnell deutlich, dass ein Absondern oder Schützen von Risiko-Patienten für die Dauer der Pandemie nicht realistisch möglich ist. Denn Bluthochdruck (Hypertonie) betrifft in Deutschland Millionen von Menschen und gilt als eine der Vorerkrankungen, die bei COVID-19 für ein erhöhtes Risiko sorgen. Alleine jeder zweite Deutsche ab 60 Jahren leidet unter einem dauerhaft erhöhten Blutdruck.

Bei der Betrachtung von hohem Blutdruck im Zusammengang mit COVID-19 muss man unterscheiden:

  • Bluthochdruck als Risikofaktor: Hoher Blutdruck erhöht das Risiko eines schweren Verlaufes beim COVID-19-Patienten
  • Bluthochdruck als Symptom: Hoher Blutdruck ist häufig ein vorrübergehendes Symptom einer akuten COVID-19 Infektion
  • Dauerhaft hoher Blutdruck: Bluthochdruck als Long-Covid Symptom nach einer Corona Infektion

 

Diese Unterscheidung zwischen einer akuten Infektion und Long-Covid ist nicht immer ganz genau zu treffen, unter anderem da die Infektion je nach Verlauf sehr lange dauern kann. Sicher von Long Covid spricht man dann, wenn auch noch viele Wochen und Monate nach der Infektion Long-Covid-Symptome auftauchen. Auf jeden Fall ist der Blutdruck ein Risikofaktor für einen schweren Verlauf der SARS-CoV-2 Infektion.

 

Bluthochdruck während einer akuten und abklingenden Corona-Infektion

Eine Corona Erkrankung stellt oft einen echten Stresstes für das Herz-Kreislauf-System dar und wirkt sich damit unmittelbar auf den Blutdruck aus. Ein erhöhter Blutdruck stellt auch ein höheres Risiko eines schweren Covid -Verlaufs dar, der sich während der akuten Covid-Infektion entwickeln kann. Das liegt unter anderem daran, dass bestimme Zellen, beispielsweise im Herz oder in den Blutgefäßen, in großem Maße den Rezeptor ACE2 aufweisen, den das Coronavirus SARS-CoV-2 als Eintrittspforte benötigt.

So kann, laut aktuellem Stand der Herz-Kreislauf-Forschung, der Coronavirus diese Zellen sehr einfach befallen. Es gibt noch einen weiteren Mechanismus, der sich auf Herz und Kreislauf auswirkt.

Der als Zytokinsturm bezeichnete Vorgang führt dazu, dass sich entzündliche Botenstoffe im ganzen Körper verteilen und beispielsweise den Herzmuskel schädigen. Der Grund dafür ist eine Art „Überreaktion“ des Immunsystem auf den unbekannten Erreger.  Zudem weisen viele Bluthochdruck-Patienten erhöhte Entzündungswerte im Blut auf. Diese wirken laut Untersuchungen der Berliner Charité fatal, was das Risiko eines schweren Verlaufes angeht. Nach Kontakt mit dem Virus entwickelten Patienten, die unter hohem Blutdruck in Kombination mit durch arterielle Hypertonie erhöhten Entzündungswerten litten, häufiger eine überschießende Immunreaktion, die in der Folge einen schweren Verlauf auslöste.

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Der Nutzen der Impfung bei Patienten mit Bluthochdruck

Viele Patienten stellen sich die Frage, ob nun eine Impfung gegen den Coronavirus sich negativ auf die Blutdruck-Werte auswirkt und ob damit ein Risiko einhergeht. Studien zeigten allerdings, dass die Covid-19-Impfung die Werte nicht erhöht hat, aber dafür das Risiko für schwere Covid-19-Verläufe deutlich senken kann. Gerade da das Risiko einer schweren COVID-19-Erkrankungen bei Hypertonie – Patienten so groß ist, ist eine Impfung unbedingt angeraten, da die positiven Effekte das Risiko bei weitem übertreffen.

Medikamente gegen erhöhten Blutdruck helfen auch bei Corona

Sehr viele Deutsche werden mit blutdrucksenkenden Medikamenten behandelt. Dies ist besonders bei älteren Menschen richtig und wichtig, da Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland zählen und konsequente Behandlung zum Beispiel einen Herzinfarkt verhindert. Aufgrund der zahlreichen Fälle, die von erhöhtem Blutdruck betroffen sind, konnte die Auswirkung von Medikamenten auf COVID-19-Verläufe gut untersucht werden. Eine Behandlung des Blutdrucks mit einem sogenannten ACE-Hemmer gegen Bluthochdruck helfen die überschießende Immunantwort nach Infektion mit dem Corona-Virus zu verhindern. ACE-Hemmer könnten damit das Risiko von Patienten mit Bluthochdruck für einen schweren Krankheitsverlauf senken, zeigte eine Studie der Charité. Wichtig: Medikamente aus der Gruppe der Angiotensin-Rezeptorblockern zeigten diese Wirkung nicht. Nicht nur das, denn bei mit Angiotensin-II-Rezeptorblockern behandelten Patienten war der Abbau der Viruslast verzögert, was schwere Covid-19-Verläufe begünstigt. Eine Therapie des Blutdrucks mit blutdrucksenkenden Medikamenten führte im Übrigen laut den vorliegenden Studien nicht zu einem generell veränderten Risiko.

Erhöhte Blutdruckwerte als „normales“ Symptom

Ein erhöhter Blutdruck ist aber erstmal grundsätzlich ein sehr häufiges Symptom einer COVID-19 Erkrankung. Eine umfangreiche Untersuchung zeigte, dass die bei 22% aller Erkrankungen auftrat. Wobei die Dunkelziffer wahrscheinlich viel höher ist, da bei einem milden Verlauf der Blutdruck oft nicht bestimmt wird. Normalerweise normalisiert sich der Blutdruck mit dem Abklingen der akuten Infektion.

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Bluthochdruck nach einer Corona-Erkrankung

SARS-CoV-2 ist ein Virus und wie viele andere Viruserkrankungen auch kann bei Patienten, die daran erkranken, langwierige Auswirkungen auftreten. Eine Covid-Impfung kann nach aktuellen Studien diejenigen Long-Covid-Symptome verhindern, die durch einen schweren Krankheitsverlauf auftreten. Dazu gehören vor allem Schädigungen von Organen und Blutgefäßen durch den ausgelösten Zytokinsturm. Strenggenommen spricht man in diesem Fall auch von einem Chronischen Covid-Syndrom, da diese Schädigungen in der Regel nicht wieder weggehen. Aber auch ohne Zytokinstrum stellt COVID-19 eine starke Belastung des Herz-Kreislaufsystem dar. Und dies bleibt oft nicht ohne Wirkung. Long Covid (Symptome 4-12 Wochen nach der Coronainfektion) oder Post-Covid (Symptome mehr als 12 Wochen nach COVID-19) ist auch bei milden Verläufen durchaus verbreitet. Studien zeigten, dass bis zu 15% der Menschen, die eine COVID-19 Erkrankung durchlebt haben solche sehr langfristigen Folgen spüren. Die genauen Ursachen für diese Spätfolgen müssen weitere Studien noch erforschen. Aktuell wird zur Behandlung meist ein blutdrucksenkendes Medikament verschrieben, sollte sich dieser nach einigen Monaten nicht von alleine wieder verbessern. Die gute Nachricht: Wirklich bleibende Schäden am Herz-Kreislauf-System gelten als extrem selten, so dass auch Veränderungen am Blutdruck in der Regel wieder zurück gehen und damit keine langfristige Gefahr für Herzinfarkt & CO einhergeht.

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Apothekerin Dr. Annette Diekmann-Müller Umfassende Weiterbildung im Bereich Nährstoffe approbierte Apothekerin Promovierte in Pharmazie zahlreiche Publikationen als Fachautorin zu pharmazeutischen Themen, insbesondere

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Apotheker Dominik Straub Ausgebildeter Fachberater für geriatrische Pharmazie und Spezialist für das Thema Alzheimer Prävention und geistige Fitness Umfassende Weiterbildung im Bereich

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Apothekerin Bettina Drotleff Umfassende Weiterbildung im Bereich Ernährungsberatung Ausgebildete Fachberaterin für Darmgesundheit und mikrobiologische Therapie Ausgebildete klassische Homöopathin Ausgebildete Fachberaterin für Immungesundheit

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Wichtig: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise zum Zusammenhang zwischen COVID-19, Herz-Kreislauf-System und Bluthochdruck Er darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden und kann die Beratung durch einen Experten nicht ersetzen. Bitte suchen Sie bei starken Beschwerden einen Arzt auf.

Quellen und weitere Informationen:

https://www.bihealth.org/de/aktuell/eine-immunueberreaktion-erklaert-den-schweren-covid-19-verlauf-bei-patientinnen-mit-bluthochdruck-koennen-ace-hemmer-schuetzen

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/basisinformationen/long-covid-langzeitfolgen-von-covid-19

https://www.herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/coronavirus/post-covid-herzschaden-therapie

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Long-Covid-Herzschaeden-nach-Corona-Erkrankungen,corona10668.html

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