Mann über 50 mit Bart - Depression appoco

So kann ein gesunder Darm bei Depression helfen!

Werden Depressionen direkt im Darm ausgelöst? Nein werden Sie wohl nicht, denn Depression beschreibt eine kompliziertes Zusammenwirken psychischer Belastungen (z.B. Verletzung, Trauer, Stress) mit daraus resultierenden Veränderungen im Körper. Ob es zu einer Depression kommt oder nicht, wenn solche psychischen Traumata auftreten, hängt auch von biochemischen Begebenheiten ab. Und dazu gehört unter anderem, wie gut bestimmte Prozesse im Darm ablaufen.
Gerade der Darm und die psychische Gesundheit hängen eng zusammen. So bilden Bakterien im Darm wichtige Hirnbotenstoffe und nehmen so direkt Einfluss auf unsere geistige Gesundheit. 

Tatsächlich kommuniziert der Darm sehr stark mit dem Gehirn. Daher hat der Darm und eine gute Darmflora durchaus Auswirkungen auf eine sich bildende Depression und beeinflusst auch die Heilung von Depressionen und beeinflusst auch die Wirkung von Medikamenten gegen Depression.

Was ist die Darm-Hirn-Achse?

Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und Multiple Sklerose betreffen vor allem das Gehirn. Studien zeigen allerdings, dass auch Darmbakterien und das Darmimmunsystem neurologische Erkrankungen mitbedingen oder verschlimmern können. Dieser direkte Draht zwischen Darm und Hirn liegt in zwei Dingen begründet: Dem Mikrobiom und dem Vagusnerv. Grundsätzlich gibt es eine Blut-Hirn-Schranke, die das Gehirn streng vom restlichen Körper trennt. Allerdings ist das Darmnervensystem wechselseitig mit dem Gehirn über den Vagusnerv verbunden. Diese „Darm-Hirn-Achse“ scheint eine Autobahn in das Gehirn zu bieten, auf der Botenstoffe wie Neurotransmitter und Hormone fahren, die unter anderem direkt im Darm gebildet werden. Gebildet werden Sie von Bakterien, die den Darm besiedeln. Dem sogenannten Mikrobion, auch umgangssprachlich Darmflora genannt.

So steht die Darmflora und psychische Gesundheit in direktem Zusammenhang

Darmbakterien bilden während des Verdauungsprozesses zentrale Bausteine für Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin und GABA. Neurotransmitter werden aus diesen Bausteinen in den Nervenzellen gebildet und am Nervenende, den sogenannten Synapsen, gespeichert. Unter anderem wirken Medikamente gegen Depression (Antidepressiva) direkt auf das Gleichgewicht dieser Neurotransmitter im Gehirn, indem sie diese Mechanismen in den Synapsen beeinflussen.


Ein gutes Beispiel für die Wirkungsweise ist das Seratonin, auch „Glückshormon“ genannt. Dieses braucht der Mensch, u.a. um langfristige Entscheidungen zu treffen und wirkt dämpfend auf akute Emotionen. In Gefahrensituationen wird nachweislich die Produktion von Seratonin gehemmt. Sinnvoll, da hier nicht Dämpfung sondern Anregung á la „Lauf!“ angesagt ist. Dauerhafter Stress interpretiert unser Gehirn als dauerhafte Gefahrensituation, mit dem Resultat, dass dauerhaft die Produktion von Seratonin gehemmt ist. Wir wechseln sozusagen in den Fluchtmodus dauerhaft und es liegt ein Mangel an Seratonin vor. 

Symptome eines Serotoninmangels sind im Übrigen: Fehlende Motivation, Schläfrigkeit und Stimmungstiefs. 

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Daher liegt die Erkenntnis nah, dass Probleme im Darm z.B. bei der Bildung der Bausteine für Neurotransmitter, eine Depression maßgeblich beeinflussen kann. 95% dieser Bausteine werden im Darm gebildet und dann im Gehirn „zusammengesetzt“, da die Neurotransmitter selber nicht durch die oben erwähnte Blut-Hirn-Schranke kommen.
Auch Mangelerscheinungen an bestimmten Vitaminen scheint einen in Studien messbaren Einfluss auf Depressionen zu haben. So zeigte sich bei depressiven Patienten ein Mangel an Vitamin B12. Auch konnte nachgewiesen werden, dass Patienten die Vitamin B-12 als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nahmen, besser auf Antidepressiva reagierten. Das liegt daran, dass Vitamin-B12 eine Doppelfunktion besitzt. Es wird in der Darmschleimhaut benötigt und zudem ist es ein Bestandteil von der Myelinscheide, die dabei hilft, dass die Synapsen besser „funken“ können.


Last but not least werden Entzündungen des Darms mit einer Begünstigung der Entwicklung von Depressionen in Verbindung gebracht. Eine Entzündung des Darm kann Folge einer zu durchlässigen Darmwand sein, die neben wichtigen Nährstoffen auch Bestandteile von Bakterien eindringen lässt. (Leaky-Gut-Syndrom). Dieser „Leaky Gut“ bedeutet nichts anderes als „durchlässiger Darm“. Bei dieser Erkrankung ist die natürliche Schutzfunktion der Darmschleimhaut gegen Krankheitserreger und Toxine gestört. Die Darmmembran wird durchlässig und schädliche Stoffe gelangen daraufhin ungehindert in den Blutkreislauf. Der Körper reagiert darauf unter anderem mit einer Entzündungsreaktion.

Eine gesunde Darmflora (Mikrobiom) hilft gegen Depression und beugt ihr vor

Die Darmflora ist eine komplexe Mixtur aus knapp 500 Bakterien. Diese „Helferlein“ zersetzen Nahrungsmittel und gewinnen daraus die Bausteine, die unsere Zellen brauchen, um zu funktionieren. Unter anderem die weiter oben beschriebenen Bausteine, die unser Gehirn braucht, um richtig zu funktionieren. Dieser Prozess muss funktionieren und daher ist der Darm durchaus in der Lage mit dem Gehirn zu kommunizieren. 

Die Darm-Hirn-Achse ist hier entscheidend: Stress im Gehirn wirkt sich auf den Darm aus, Stress im Darm auf das Gehirn. Die genauen Zusammenhänge sind nicht klar – zu komplex sind die Prozesse. Aber es zeigt sich in Studien, dass ein gesunder Darm psychische Erkrankungen maßgeblich positiv beeinflusst und vor allem ein wichtiger Baustein der Prävention gegen psychische Erkrankungen und Erkrankungen des zentralen Nervensystems darstellt. Ein gesunder Darm hilft also gegen Depressionen und auch vorbeugend gegen Alzheimer, Parkinson und Co.


Eine gesunde Darmflora bedeutet nichts anderes, als dass die richtigen und wichtigen Bakterien optimale Bedingungen und „Nahrung“ finden. Und das schädliche Stoffe, schlechte Bakterien und Co. möglichst nicht überhand nehmen. Das dies auch Realität wird ist nicht einfach mit einem Medikament schnell gelöst. Sondern gesunde Ernährung, bestimmte Nahrungsmittel (u.a. Balaststoffe) und die richtigen Bakterien müssen gemeinsam langfristig wirken.
Unsere appoco Experten zu diesem Thema sind Spezialisten für Ernährung, Mikrobiom und Supplementierung. Es lohnt sich eine Kennenlernberatung bei uns zu buchen.

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Unsere Experten zum Thema Darmgesundheit:

Wichtig: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise zum Zusammenhang zwischen Darmgesundheit, pharmazeutischen Arzneimittel, Lebensmittel und Depression. Er darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden und kann die Beratung durch einen Experten nicht ersetzen. Bitte verlassen Sie sich nicht nur auf pflanzliche Wirkstoffe und suchen Sie bei starken Beschwerden einen Arzt auf.

Sollten Sie das Gefühl haben an eine Depression zu leiden, oder gar Selbstmordgedanken haben: Es gibt Hilfe!

Unter der Telefonnummer: 0800110111 oder unter 08001110222 finden sie Hilfe. Unter https://www.telefonseelsorge.de/ finden Sie auch Hilfe online per Chat.

 

 Quellen für weitere Recherchen zum Thema Darmgesundheit und Depression

https://www.focus.de/gesundheit/depressionen-probiotika-also-gute-darmbakterien-helfen-bei-der-behandlung_id_138180878.html

https://www.der-niedergelassene-arzt.de/kommcenter/biofaktoren/news-details/biofaktoren/volkskrankheit-depression-welche-rolle-spielt-der-biofaktor-vitamin-b12

https://www.infomedizin.de/krankheiten/leaky-gut-syndrom/

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