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Gesund ernähren: 4 wichtige Tipps für Darm und Gesundheit

Die richtige Ernährung ist die Basis für eine gesunde Darmflora. Lesen Sie hier die wichtigsten Tipps, was sie für einen gesunden Darm tun können.

1. Mehr Obst und Gemüse essen

Gemüse gehört oft nicht zu den beliebtesten Lebensmitteln. Und wenn, dann ewig lang „weich und totgekocht“. Aber das ist ein Fehler, denn Gemüse enthält zahlreiche wertvolle Zutaten. Nicht nur Vitamine, sondern vor allem auch Ballaststoffe, die für die Funktion des Darms unerlässlich sind.

Aber: Neue Forschungen zeigen, dass zu viel Obst & Gemüse wiederum negative Auswirkungen auf dem Darm haben. Also nicht „viel hilft viel“, sondern ausgewogen und gemischt. Das liegt vor allem an der Fructose. Zu viel Fruchtzucker mag der Darm nämlich gar nicht. Aber regelmäßig Salat und Gemüse und ab und zu etwas Obst sind definitiv gesund.

2. Probiotika und Präbiotika – Die Darmbakterien freut es

Im Darm sitzt ein Großteil der „guten“ Bakterien, die unsere Nahrung in die Nährstoffe umwandeln, die der Körper braucht. Das ist nicht nur gut für ausreichend Energie für den Tag, sondern stärkt auch Knochen und Bindegewebe und unterstützt das Immunsystem.

Diese Bakterien ziehen am liebsten bei uns ein, wenn fermentierte Lebensmittel gegessen werden. Beispielsweise Sauerkraut. Und wenn sie mal da sind, wollen sie natürlich gefüttert werden. Vielseitig und hochwertig ist hier die Devise. Vollkornprodukte, das oben erwähnte Gemüse und natürlich Samen und Körner helfen den Untermietern bei der Arbeit. Die guten Bakterien, „Probiotika“ genannt, können statt mit fermentierten Lebensmitteln auch mit Medikamenten zugeführt werden. Günstige Produkte aus dem Drogeriemarkt, oder entsprechende Joghurts helfen hier nur sehr selten. Die enthaltenen Bakterien sind sehr niedrig dosiert und überleben in der Regel den Magensaft nicht.

3. Weniger (schlechtes) Fleisch

Fleisch enthält nur wenig Vitalstoffe, kaum Ballaststoffe, aber viel Fett. Gerade die Omega-6-Fettsäuren sind kritisch, da sie Entzündungsprozesse begünstigen, was auch den Darm betrifft. Außerdem sind günstige Fleischprodukte manchmal mit Antibiotika-Rückständen verunreinigt. Größere Mengen sind aufgrund der strengeren EU-Verordnung 37/2010 selten geworden, dennoch sind sowohl Antibiotikarückstände, als auch resistente Bakterien aus den Verdauungstrakten der Tiere im Fleisch zu finden.  Letztere werden in der Regel durch komplettes Durchgaren zerstört, aber gerade rosa gebratenes Schweinefleisch ist kritisch.

Grundsätzlich gilt, das artgerechte Haltung und BIO-Fleisch in der Regel weniger dieser kritischen Rückstände enthält. Der Darm freut sich aber vor allem über fleischarme oder fleischlose Ernährung.

4. Weißmehl vermeiden – Es ist überall und schlecht für den Darm

Viele, die mit Darmbeschwerden kämpfen kennen einen Hauptbestandteil des Weißmehls: Gluten. Sollte eine Unverträglichkeit, auch Zöliakie genannt, vorliegen, ist Gluten ein Problem. Falls nicht, ist es in der Regel harmlos. Allerdings ist Weizen ein sehr entzündungsförderndes Lebensmittel. Ebenso wie das oben bereits erwähnte Schweinefleisch kann Weizen auf diese Weise Entzündungen des Darmes begünstigen. 

Weizen selbst besteht fast nur aus Kohlenhydraten, weist kaum Ballaststoffe auf. Dadurch wird Weizen im Dünndarm sehr schnell in Zucker aufgespalten und befördert damit einige Stoffwechselerkrankungen, wie beispielsweise die Altersdiabetes. Nock kritischer sind die sogenannten Agglutinine. Abgesehen davon, dass sie sich diese mit den roten Blutkörperchen verbinden und auf diese Weise das Blut dickflüssig machen können (was Thrombosen und infolgedessen Schlaganfall und Herzinfarkt begünstigen kann), beeinflussen sie auch die Darmgesundheit.

Denn im Darm führen sie zu Entzündungen, stören die Darmflora und können sogar die Darmschleimhaut durchlässig machen. Infolgedessen gelangen einerseits gefährliche Bakterien und andererseits unvollständig verdaute Stoffe aus dem Darm ins Blut. Diesen Zustand einer durchlässigen Darmschleimhaut nennt man „Leaky-Gut-Syndrom“, was mittlerweile als mögliche Ursache für Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Diabetes Typ 1, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Multiple Sklerose etc. diskutiert wird.

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