Hypertonie Blutdruck Messgerät appoco

Das hilft gegen den „stillen Killer“ Hypertonie

Manche sagen zum Bluthochdruck (Hypertonie) auch „der stille Killer“. Denn diese Erkrankung gilt als einer der wichtigsten Einflussfaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und diese sind Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Nur spüren die meisten Betroffenen diesen hohen Blutdruck im Alltag nicht. Und so schleicht sich diese Krankheit gewissermaßen an, bevor sie gefährlich wird.

Die Volkskrankheit „Bluthochdruck“ gilt als typische Wohlstandskrankheit. Denn schlechte Ernährung, Nikotin, Stress und Schlafmangel, zu viel Alkohol, zu viel Salz und zu wenig Sport und weitere schädliche Ausprägungen unseres modernen Lebensstils gelten als wichtigste Gründe für Bluthochdruck. Ganz so einfach kann man es sich allerdings nicht machen, denn neben besagter Ernährung und zu wenig Bewegung gibt es auch erbliche Faktoren oder Erkrankungen und Medikamente, die zu hohem Blutdruck führen können. Ab 60 ist jeder zweite Deutsche von Bluthochdruck betroffen.


Dennoch ist klar: Erhöhte Blutdruckwerte zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren für Schlaganfall, Herzinfarkt und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen des Körper. Und damit sollten Betroffene sehr genau aufpassen, dass Sie Ihren Blutdruck nicht nur kennen, sondern diesen auch im Griff behalten. 

Das RKI dazu:
„Die wichtigsten Risikofaktoren für erhöhten Blutdruck sind mangelnde Bewegung, Übergewicht, ungesunde Ernährung, Stress sowie erhöhter Alkoholkonsum. Da diese Lebensstilfaktoren veränderbar sind, ergibt sich ein hohes Präventionspotenzial.“

Berechnungen der Deutschen Hochdruckliga haben ergeben, dass 19 % der Todesfälle weltweit durch Bluthochdruck verursacht werden. Nimmt man vor-Corona Sterbezahlen in Deutschland: 932.272 Menschen verstarben 2017). Davon 19 Prozent, also 177.131 Todesfälle, wären durch Blutdruck verursacht. In einem Jahr – obwohl diese durch Prävention und Ernährung vermeidbar gewesen wären.

Hypertonie Symptome Grafik appoco

Woran erkenne ich Hypertonie (Bluthochdruck)?

Hypertonie wird von Betroffenen oft nicht erkannt. Folgende Symptome können auf Bluthochdruck hinweisen:

  • Kopfschmerzen am Morgen, der bei Höherlagerung des Kopfes abnimmt
  • Schwindel
  • Übelkeit („Kreislauf“)
  • Ohrensausen
  • Nasenbluten
  • Abgeschlagenheit
  • Schlaflosigkeit
  • Brustengegefühl (Angina Pectoris), Luftnot
  • Sehstörungen

appoco Extra- Wissen: Hypertonie (auch Hypertonus, Hypertension; von altgr. – „[h]ypér-“ „über-“ und „tónos“ „Spannung“) bedeutet in der Medizin die Erhöhung eines Drucks oder einer Spannung über die zu erwartende Norm hinaus. Dies kann beispielsweise bei erhöhtem Hirndruck oder in diesem Fall bei erhöhtem Druck in Blutgefäßen der Fall sein (man spricht von einer arteriellen Hypertonie) . Je nachdem wie ausgeprägt der Bluthochdruck ist, spricht man von einem anderen Hypertonie Grad. Ein Hypertonie Grad I kommt noch mit einem niedrigem kardiovaskulärem Risiko, bei höherem Grad ist auch das Risiko hoch an einer Folgeerkrankung zu sterben.

Diese Symptome sind aber sehr unspezifisch und treten oft nur schwach auf. Daher erkennen viele Betroffene erst sehr spät und wenn bereits nicht wiedergutzumachende Folgeschäden entstanden sind: Vor allem koronare Herzkrankheiten, Herzmuskelverdickung, Herzschwäche, bis hin zum lebensgefährlichen Schlaganfall und Herzinfarkt. Wichtig ist es daher auch bei leichten Symptomen überprüfen zu lassen, ob nicht Bluthochdruck vorliegt und ob nicht doch eine Therapie nötig ist. Je früher eine Behandlung von erhöhtem Blutdruck beginnt, desto besser lassen sich die Folgeerscheinungen vermeiden. Zudem können diese Symptome auch eine andere Ursache haben, daher sollten sie unbedingt von einem Arzt überprüft werden. Dieser wird den Blutdruck messen, ggf. auch ein Belastungs-EKG durchführen, um mögliche Schädigungen der Gefäße auszuschließen.

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Wie wird Bluthochdruck von Ärzten behandelt?

Da wie gesagt der Bluthochdruck oft zu spät erkannt wird, werden meistens blutdrucksenkende Medikamente eingesetzt, um diesen schnell zu regulieren.  Ärzte setzen zur Behandlung meist ein Blutdruck-Medikament der folgenden Gruppen ein, um schnell und effektiv den Blutdruck zu senken:

  • ACE-Hemmer
  • Betablocker
  • Diuretika
  • Kalziumantagonisten
  • Sartane (Angiotensin – AT 1 – Antagonisten)

 

Diese Medikamente werden teilweise auch präventiv eingesetzt, um sich andeutende Folgeerscheinung mit Ursache Bluthochdruck zu verhindern. 

Wie kann ich hohen Blutdruck senken und verhindern (Hypertonie - Prävention)?

Die deutsche Herzstiftung schlägt folgende sechs Grundlegende Schritte vor, um Bluthochdruck dauerhaft zu senken und endlich etwas gegen die hohen Werte zu unternehmen:

1. Bewegung, Bewegung, Bewegung!

Mit Hilfe von Sport und durch regelmäßige Bewegung im Alltag können die Blutdruck – Werte um etwa 5 bis 9 mmHg gesenkt werden (diastolische Wert um 3-5 mmHg). Gerade bei bereits sehr hohem Blutdruck ist Bewegung besonders effektiv. Es muss kein umfangreiches Sportprogramm zu Beginn sein: Aktivität im Alltag, Treppensteigen, Spazierengehen – alles einfache Maßnehmen , die täglich ausgeführt, ihr Risiko an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben deutlich senken.

2. Übergewicht in den Griff bekommen

Bluthochdruck kommt oft mit Übergewicht. Natürlich ein schwieriges Thema, da die meisten Menschen ihren Lebensstil nicht im Griff haben und sich weiter schlecht ernähren. Bei einer Gewichtsabnahme von vier Kilogramm kann der systolischen Blutdruck um ca. 4 mmHg und der diastolischen Blutdruck um ca 2 mmHg sinken. Hier ist ein maßgeblicher Wandel des Lebensstils nötig. Das Ziel ist es einen gesunden Body-Mass-Index zwischen 18,5 und 24,9 zu erreichen. Zusammen mit der Bewegung kann hier sehr viel erreicht werden und die Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich steigern. Nutzen Sie unser Angebot eines Coachings durch einen appoco Experten, damit sie es endlich schaffen gesünder zu leben und lebenslange Angewohnheiten zu verändern.

3. Weniger Salz!

Ein sehr einfacher Tipp ist es die Salzmenge zu reduzieren. Sparen Sie täglich einen gestrichenen Teelöffel Salz ein, dann können Sie den systolischen Blutdruck um etwa 6-8 mmHg und den diastolischen um etwa 3 mmHg senken. Dabei kommt es auch darauf an versteckte Salze zu vermeiden. Insbesondere Weißbrot, Brötchen, Pizzateig und ähnliche auf Weißmehl basierende Nahrungsmittel enthalten sehr viel Salz und können eine wichtige Ursache des Bluthochdruck – Problem sein. Ebenso sind Fertignahrungsmittel meistens sehr salzhaltig: Einfachstes Hausmittel für Bluthochdruck-Patienten: Mehr selber kochen und Salz durch Kräuter ersetzen.

4. Weniger Alkohol!

Wenn wir schon beim Lebensstil sind. Männer sollten weniger als 20 Gramm Alkohol pro Tag trinken. Bei Frauen liegt der Grenzwert sogar bei zehn Gramm. Das entspricht ungefähr einem Glas am Tag: also 0,25 Liter Bier, 0,1 Liter Wein, 0,1 Liter Sekt oder 0,33 Liter Biermixgetränk. Optimalerweise wird nicht täglich Alkohol konsumiert. Wer täglich mehr als der Grenzwert erlaubt trinkt, kann eine Senkung von 4-7 mmHg systolisch und 3-5 mmHg diastolisch erreichen. Ist der Alkohol Konsum sehr hoch, ist die Wirkung auf den Blutdruck sogar noch deutlich größer.

5. Stress ist Gift für den Blutdruck

Egal ob beruflicher oder privater Stress – Er sorgt für schlechte Blutdruckwerte. Wer regelmäßig unter Stress leidet, sollte versuchen Stressfaktoren im Leben zu reduzieren und zudem für ausreichend Pausen zu sorgen. Stress führt nicht nur zu Hypertonie, sondern auch zu weiteren Herz-Kreislauf Krankheiten, Störungen im Darm und psychischen Krankheiten. Diese Gefahr sollte nicht verdrängt werden, da viele Stressfaktoren durch konsequente Entscheidungen reduziert werden können, und damit auch dauerhaft der Blutdruck sinkt. 

 

6. Auf keinen Fall Rauchen!

Viele Patienten mit Hypertonie sind bereits über 60. Viele rauchen schon fast ein Leben lang und Aufhören fällt schwer. Allerdings lohnt es sich: Bereits eine Woche nach dem Rauchstopp sinkt der Blutdruck. Heute gibt es zahlreiche Maßnahmen, um sich das Rauchen abzugewöhnen, beispielsweise übergangsweise mit E-Zigaretten oder Nikotin-Pflastern, oder durch Hypnose-Therapie. Die negativen Aspekte des Rauchen sind enorm, allerdings bereits 2 Jahre nach dem Aufhören ist das Risiko durch Rauchen aufgehoben und entspricht wieder einem Nichtraucher.

Unsere appoco Experten zum Thema Abnehmen / Gewicht:

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Diese Lebensmittel senken den Blutdruck!

Ausgewogene Ernährung hat einen riesigen Einfluss auf die Blutdruckwerte – allerdings einen langfristigen. Wenger Fertignahrung, weniger Weißmehl, mehr Obst und Gemüse, weniger Salz.. es ist wichtig die Ernährung komplett umzustellen, wenn man seine Lebenserwartung deutlich verbessern will. Neben dieser grundsätzlichen Umstellung gibt es auch Lebensmittel, die kurzfristig den Blutdruck beeinflussen: So gelten Olivenöl, Knoblauch, Feldsalat, Grünkohl, Meerrettich, Spinat, Rote Beete, Spargel, weiße Bohnen, Erbsen, Aprikosen, Rhabarber, Pistazien, Walnüsse, Kokosmilch und Tomatenmark als  blutdrucksenkende Lebensmittel. Allerdings immer nur in einem sehr kurzen Zeitraum. Wer allerdings diese sehr gesunden Lebensmittel dauerhaft in seine Ernährung einbaut, spürt einen klaren Effekt. Denn ein gesunderes Leben, mit gesunder Ernährung, optimaler Versorgung des Körpers mit Nährstoffen, einem besseren Body-Maß-Index und einem normalen Blutdruck – ohne anstrengende Symptome. Diesen positiven Effekt auf Ihre Lebensqualität spüren Patienten sehr schnell, bei gleichzeitig einem deutlich niedrigeren Herz-Kreislauf-Risiko.

Auch hier können unsere appoco – Experten Ihnen dabei helfen, nachhaltig Ihre Gesundheitsziele zu erreichen. Durch fachliche Information, pharmazeutische Beratung und vor allem durch zuhören, unterstützen und motivieren.

Wichtig: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise zum Zusammenhang zwischen Lebensstil, gesunder Ernährung, Herz-Kreislauf-System und Bluthochdruck Er darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden und kann die Beratung durch einen Experten nicht ersetzen. Bitte verlassen Sie sich nicht nur auf pflanzliche Wirkstoffe und suchen Sie bei starken Beschwerden einen Arzt auf.

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Bluthochdruck-erkennen-und-behandeln

https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Chronische_Erkrankungen/Hypertonie

https://www.helios-gesundheit.de/kliniken/dachau//

https://www.diabetologie-online.de/a/zeit-zu-handeln-deutsche-hochdruckliga

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Ernaehrung-bei-Bluthochdruck-Diese-Lebensmittel-helfen

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